Uschi Meinhold, Marias Sehnsucht  Die Reise einer Jüdin, 2019

 

Auch hier hilft der Klappentext, um ein Buch etwas kennenzulernen. Die  abgebildete Schöne auf dem Buchcover lässt eher ahnen.

Hier ist er:


Marias Sehnsucht? Welche Maria ist gemeint? Der Leser begegnet einer wohlhabenden und gebildeten Jüdin, die als junge Frau ihren Heimatort Magdala in Galiläa nach dem Tod der Mutter und dem Verschwinden des Vaters verlässt, um zu reisen. Die Sehnsucht nach Veränderung führt Maria zu Verwandten nach Zypern, anschließend in die Hauptstadt des alles beherrschenden Römischen Reiches, Rom, und auf die Insel Capri. Sie ist sehr eng befreundet mit Claudia, Princeps Tiberius’ Tochter. Aus dem anfangs unbeschwerten Romaufenthalt Marias wird durch die Nähe zur Tochter des Herrschers, inzwischen Pilatus’ Ehefrau, ein Eintauchen in menschliches Leid. Aber auch glückliche Momente erlebt die Reisende durch die Zuneigung zum Römer Lupus. Sie begegnet Personen, die die Geschichte der Zeit bestimmen: Princeps Tiberius, Pilatus, Herodes. Eingebunden in politische Ereignisse sind private Schicksale. Maria kehrt nach Magdala in Galiläa zurück. Wie auf der Reise erlebt sie in ihrer Heimat neben Glück auch Leid, begegnet diesen Erfahrungen gestärkt, weiß, wie sie leben will und mit wem: mit ihrer gehörlosen Tochter Lea und dem Römer Lupus. Er ist ihr nach Magdala nachgereist. Inwieweit der Prediger Jeschua eine Rolle spielt, mag der Leser selbst entdecken.

 

Die Autorin erzählt die Geschichte der vielbeschriebenen Maria Magdalena auf andere Weise, als sie bisher verbreitet worden ist. Was der Autorin in ihrem Roman, Bruna-Brunhilde Westgotische Prinzessin Merowingische Königin Nibelungentochter, gelungen ist - die Leser durch lebendig und spannend erzählte Geschichte zu unterhalten und zu berühren - kann auch in diesem Roman erwartet werden.